06.12.10 23:03
Von: Konrad Schneid

Interview mit Dell

Im Mai haben Aktivisten von Greenpeace das Hauptgebäude von Dell erklommen und ein Banner mit der Aufschrift "Michael, What the Dell? Design out Toxics" ausgerollt. Gemeint ist dabei Michael Dell, Gründer des zweitgrößte Computerherstellers der Welt. Damit wollten die Umweltschützer Dell nochmal an ihr Versprechen erinnern auf gefährliche Stoffe bei der Produktion zu verzichten. Wir sprachen mit dem verantwortlichen für Umweltpolitik Mark Newton von Dell über Green-IT.


Mark Newton ist verantwortlich für Green-IT bei Dell

Dell kündigte 2006 an, bis Ende 2009 nur noch Produkte ohne PVC und bromierte Flammenschutzmittel herzustellen. Doch noch immer enthalten Ihre neuen Produkte eben diese Stoffe. Warum konnte Dell, ganz im Gegenteil zu Herstellern wie Apple oder HP, ihr Versprechen nicht einhalten?

Mark Newton: Dell untersucht den Einsatz von Materialien jeweils für eine Produktgruppe und nicht für ein einzelnes Produkt. Wenn wir uns für die Substitution von Materialien entschieden haben, werden diese dann innerhalb der gesamten Lieferkette einer Produktgruppe eliminiert.

Mit anderen Worten: Wir haben eine andere Strategie als unsere Mitbewerber gewählt. Dies bedeutet, dass einzelne Produkte ohne PVC und bromierte Flammschutzmittel möglicherweise später zur Verfügung stehen, obwohl die Reduzierung dieser Stoffe über das gesamte Produkt-Portfolio gesehen insgesamt beträchtlich ist. Langfristig wird Dells Strategie die generelle Eliminierung dieser Materialien besser ermöglichen.

Bereits heute vermarkten wir Produkte ohne beziehungsweise mit einem geringen Anteil an bromierten Flammschutzmitteln und PVC. Unsere LED-Displays der G-Serie wie der G2210 und der G2410 sind zum Beispiel vollständig frei von PVC, bromierten Flammschutzmitteln, Arsen und Quecksilber. Das Monitorgehäuse besteht zu über 25 Prozent aus recyceltem Material.

 

Wann, denken Sie, wird Dell auf diese Stoffe in den eigenen Produkten verzichten?

Mark Newton: Wir arbeiten gemeinsam mit unseren Lieferanten daran, dieses Ziel bis Ende 2011 zu erreichen.

 

Wie will Dell das Umweltbewusstsein seiner Kunden schärfen?

Mark Newton: Informationen über unsere "grünen" Aktivitäten finden sich unter Dell.com/earth. Aktuelle grüne Themen werden auch in unserem Blog auf direct2dell.com beleuchtet.

Unsere gesamte Arbeit im Bereich Nachhaltigkeit ist darauf fokussiert, es Kunden und Unternehmen leichter zu machen, "grün" zu werden. Dabei steht im Mittelpunkt unseres "grünen Ansatzes" die Idee, mehr mit weniger zu erreichen: weniger Zeiteinsatz und Müll sowie geringere Energieverwendung und Kosten.

Wir konzentrieren uns bei unseren Aktivitäten auf drei Bereiche:

Energieeffizienz: Wir arbeiten kontinuierlich an einer weiteren Optimierung der Energieeffizienz unserer Produkte. Dell war zum Beispiel ein Gründungsmitglied von ENERGY STAR und das erste Unternehmen, das die ENERGY-STAR-5.0-Anforderungen bei ausgewählten Systemen erfüllte.

Umweltverträgliche Verpackung: Dell hat in den vergangenen Jahren die Verpackungsgrößen deutlich reduziert und den Anteil des recycelbaren Verpackungsmaterials erhöht. Bis Ende 2012 ist es unser Ziel, das Verpackungsvolumen bei Desktops und Notebooks um 10 Prozent zu reduzieren und den Anteil des recycelten Materials an der Verpackung (zum Beispiel unter Verwendung von Bambus) um 40 Prozent zu steigern. Der Anteil der Dell-Verpackungsmaterialien, die mit der Gelben Tonne entsorgt werden können, soll im Jahr 2012 bei 75 Prozent liegen.

Recycling: Wir recyceln Computer-Equipment mit Dell-Brand für Endkonsumenten weltweit kostenfrei. Beim Kauf eines Dell-PCs oder -Druckers recyceln wir auch Computer oder Drucker anderer Hersteller ohne Zusatzkosten.


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