26.03.11 11:48
Von: Tim Leistikow

Test: Dead Space 2

Isaac Clark ist zurück. Der Mechaniker mit dem Schneidewerkzeug begibt sich erneut in die Schlacht gegen die fiesen Necromorphs. Warum die Fortsetzung ihren großartigen Vorgänger noch übertrifft, erfahren Sie im Test.


Zum Fürchten

Vielen Spielern war Dead Space zu gruselig. Deswegen soll der Horror in Dead Space 2 heruntergeschraubt werden. Diese Einschätzung stammt nicht von uns, sondern war eine der ersten Ankündigungen in Verbindung mit der Entwicklung von Dead Space 2. Wie zu erwarten brach daraufhin eine Welle des Protests von Seiten der Fans aus. Doch inzwischen können wir Entwarnung geben: Obwohl es mehr ruhige Stellen im zweiten Teil gibt, ist das Spiel noch immer extrem gruselig.

Dead Space 2 setzt drei Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils ein. Clark befindet sich auf der Raumstation „The Sprawl“ die den Saturnmond Titan umkreist und befindet sich offensichtlich in psychatrischer Behandlung, denn natürlich sind die Vorkommnisse auf der Ishimura nicht spurlos an ihm vorbei gegangen. Mehr wollen wir auch garnicht von der Story verraten, denn diese ist durchweg spannend und bietet sogar ein paar interessante Wendungen. Nur soviel sei verraten: Natürlich sind auch erneut die eckligen Necromorphs mit von der Partie.


Bitte schön blutig

 

An der generellen Spielmechanik haben die Entwickler Visceral Games kaum etwas verändert. Bewaffnet mit allerhand mehr oder weniger futuristischen Waffen, allen voran der gute alte Plasmacutter, bewegen wir uns durch die finsteren Gänge der Raumstation. Der Horror entwickelt sich dabei zum größten Teil über Schockmomente, doch Dead Space 2 bietet auch ruhigeren, atmosphärischeren Grusel. Davon sogar mehr als im Vorgänger, was dem Spiel allerdings keinen Abbruch tut. Durch den dynamischeren Wechsel zwischen diesen Panikmomenten und dem stillen Lauschen wirken beide Elemente noch wirkungsvoller.

Wie auch der erste Teil wirbt Dead Space 2 erneut mit „strategischer Verstümmelung“. Was sehr martialisch klingt, ist es auch. Denn um die missgestalteten Necromorphs effektiv erledigen zu können, muss man ihnen die Gliedmaßen Stück für Stück abtrennen. Das es dabei sehr blutig zugeht muss wohl kaum erwähnt werden. Es grenzt fast an ein Wunder, dass der Singleplayer komplett ungekürzt in Deutschland erschienen ist. Fliegende Körperteile, spritzende Körperflüssigkeiten und eckelhafte Monster begleiten den Spieler die ganze Zeit. Vor Allem die Necromorphs, die frapierende Ähnlichkeit mit Kleinkindern und Babys haben, lassen ein ums andere Mal schwer schlucken. Deswegen ist Dead Space 2 auch nichts für zart beseitete und richtet sich ausschließlich an Erwachsene.


(Nochmal) Tod den Monstern

Um noch einmal auf das Kampfsystem des Spiels zurück zu kommen. In der Schulterperspektive verfolgen wir den Protagonisten durch die Areale des Spiels. Die erste Waffe die der Spieler erhält ist dann auch die wichtigste. Der Plasmacutter schneidet butterweich durch jeden Gegner, sowohl senkrecht als auch waagerecht. Doch auch andere Waffen lassen sich im Laufe des Spiels kaufen, darunter ein Flammenwerfer und ein Kreissägengewehr. Die sieben Waffen des Vorgängers wurden beibehalten, drei neue hinzugefügt. Zwar sind diese insgesamt besser und nicht mehr so unbrauchbar wie in Dead Space, dennoch sind die Kanonen noch immer austauschbar und unterscheiden sich untereinander nicht genug. Da retten auch die Sekundärfunktionen nichts mehr. Um die taktische Tiefe etwas zu verbessern gibt es nun mehr von den Energieknoten in den Leveln zu finden. Diese können an Werkbänken dazu genutzt werden, die Waffen und Gadgets zu verbessern, etwa mit mehr Schaden oder einem größeren Magazin.


Außerdem gibt es da ja noch zwei weitere Mittel für den Kampf. Zum einen trägt Isaac an seiner Rüstung, genannt RIG, einen Stasegenerator. Wie bereits im ersten Teil verschießt er dann Lichtblitze die das getroffene Monster oder den Gegenstand über kurze Zeit verlangsamen. Dann hat man als Spieler genug Zeit, den Gegner in aller Ruhe zu zerschneiden. Mit dem Kinese-Modul, können Objekte in der Umgebung aufgehoben und verschossen werden. Auf diese Weise kann man mit der ohnehin knappen Munition sparen. Beide Elemente lassen sich ebenfalls verbessern. Zu guter Letzt wären da noch die verschiedenen Rüstungen. Diese bieten nicht nur unterschiedliche Widerstandswerte und Inventarplätze, sondern auch verschiedene Boni wie etwa ein Rabatt in den Shops oder mehr Schaden für eine bestimmte Waffe.


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