Test: Magix Video Deluxe MX
Magix Video Deluxe gilt unter semi-professionellen Filmemachern schon lange als eines der besten Tools zur Videobearbeitung. Die neue Version 18 von Magix Video Deluxe ist inzwischen auf dem Markt. Ein Grund für PC-Luchs das Programm auf Herz und Nieren zu testen.
Installation
Das Programm ließ sich auf unserem Testsystem problemlos innerhalb von 15 Minuten installieren und startet danach innerhalb von wenigen Sekunden. Einziges Manko: Anwender, die sich unaufmerksam durch den Installations-Dialog klicken, installieren standardmäßig auch die „Ask.com Toolbar“ mit, die eher nervt als hilfreich zu sein. Von einer Software mit einem Preis von mehr als 120€ sollte man erwarten können, dass sie ohne die Mitinstallation von Werbeprogrammen auskommt.
Warum Premium?
Magix bietet sein Programm „Magix Video Deluxe MX“ in drei verschiedenen Versionen an:
- Magix Video Deluxe MX (UVP 69,99€)
- Magix Video Deluxe MX Pro (UVP 99,99€)
- Magix Video Deluxe MX Premium (UVP 129,99€)
Während sich die Versionen „MX“ und „MX Pro“ erheblich durch den Funktionsumfang unterscheiden, ist die „Premium“ Version eine Zusammenstellung der „MX Pro“ Version und den folgenden drei Zusatzprogrammen (laut Magix im Wert von über 300€):
1. Red Giant Magic Bullet Quick Looks
Mit diesem kleinem Zusatzprogramm lässt sich Ihr Videomaterial per Mausklick an verschiedene optische Voreinstellungen anpassen. Neben einfachen Effekten wie „Schwarz und Weiß“ können zahlreiche weitere Effekte dazu benutzt werden die Bildqualität ihres Filmmaterials in sekundenschnelle zu optmieren.
2. NewBlueFX Light Blends
Der Name sagt es schon: Mit NewBlueFX lassen sich spannende Lichteffekte in Ihren Film einbauen. Wohl dosiert kann dies Ihren Film deutlich aufwerten.
3. proDAD VitaScene 2 MAGIX Edition
Dieses Modul bietet zusätzlich zu den eingeabuten MAGIX Effekten zusätzlich mehr als 100 Effekte und Überblendungen.
Tipp: Für die meisten Anwender mit semi-professionellem Anspruch sollte die Version „Plus“ des Programmes völlig ausreichen. Wer aber seine Filme gerne mit extravaganten Effekten ausstatten möchte, sollte sich überlegen für 30€ Aufpreis die drei Zusatzprogramme mitzukaufen. Denn: Wenn die Programme nachträglich dazu gekauft werden fallen pro Modul zusätzlich ca. 100€ an.
Neuerungen
Im Vergleich zu der Vorgängerversion (Magix Video deluxe 17 Premium) gibt es einige Neuerungen. Spürbar flüssigerer Videoschnitt (in früheren Programmversionen stockte die Videowiedergabe im Bearbeitungsmodus deutlich häufiger. Neue Film- und Menüvorlagen für die professionelle Erstellung von DVD Menüs. Dynamische Zeitlupen (deutlich verbesserte und detaillierte Erstellung von Zeitlupen)
Die Software im Praxis Test
Im PC-Luchs Test lief die Software flüssig und ohne Probleme. Die Funktion Teile der Video-Timeline zu rendern stellte sich als besonders hilfreich heraus. Gerade bei älteren Systemen gab es bei früheren Versionen das Problem, dass Videos ruckelig und unsauber abgespielt wurden. Inzwichen hat Magix dieses Problem gelöst und erlaubt das Vorrendern des Videos (wie aus anderen Programmen bereits bekannt). Damit lassen sich dann insbesondere Szenen mit besonders vielen Effekten ruckelfrei abspielen.
Ansonsten enttäuscht Magix keine Erwartungen, die Bedienung bleibt übersichtlich und verständlich wie bereits in den Vorgängerversionen. Wer besonderen Wert auf Sound legt wird, wie immer, bei Magix voll zufriedengestellt. Das Know-How von Magix in Sachen Audiobearbeitung ist auch in Video Deluxe MX Version 18 voll erkennbar und holt klanglich das beste aus Ihren Videos.
Fazit
Wer die Vorgängerversionen 16 oder 17 bereits besitzt muss nicht unbedingt auf den Nachfolger umsteigen, viele der Zusatzfunktionen werden bei den meisten Anwendern im alltäglichen Gebrauch kaum eine Rolle spielen. Aber: Für jeden der das beste aus Magix Video Deluxe rausholen möchte, ist die Premium Version ein absoluter Kauftipp. Video Deluxe bleibt die beste Videoschnitt- und Bearbeitungssoftware in seiner Preisklasse.
Beide Anwendertypen sind mit „Magix Video Deluxe MX Plus“ auf das Beste beraten. Die neue Version 18 von Magix ist ein ausgezeichneter Allrounder für die Videobearbeitung. Bereits die Installation der Software ist völlig problemlos (ca. 15 Minuten) und dann startet das Programm innerhalb von wenigen Sekunden und es kann losgehen.
Was sofort auffällt ist die übersichtliche und mitunter selbsterklärende Anordnung der zahlreichen Arbeitsflächen und Einstellungen, die es dem Einsteiger gestatten, durch Probieren die Möglichkeiten der Software auszuloten, ohne dabei ständig im Handbuch nachzublättern. Das ist ein Plus gegenüber anderen Videobearbeitungsprogrammen. Zentrale Arbeitsfläche ist dabei der Media Pool, der ähnlich dem Windows Explorer, zum Ansteuern und Laden der Multimediadateien und der Bearbeitungsfunktionen dient.
Jetzt Näheres zu den einzelnen Bearbeitungsschritten.
1. Aufnahme: „Magix Video Deluxe MX“ ermöglicht die Aufnahme und den Import aller gängigen Videoformate. Besonders AVCHD-Aufnahmen lassen sich nun ohne umständliche Neuberechnung direkt einlesen und bearbeiten, das ist ein erheblicher Geschwindigkeitsgewinn gegenüber der Vorgängerversion Video deluxe 17.
2. Bearbeiten: Für die Optimierung des Video- und Audiorohmaterials steht eine breite Palette verschiedener Effekte zur Verfügung, dabei sind die am häufigsten benötigten Effekte direkt über den Media Pool zu erreichen. Neben den Standard-Effekten wie Hel-ligkeit & Kontrast, Farbkorrektur, Verzerrung, Schärfe usw. gibt es auch zahlreiche Bewegungseffekte. Darüber hinaus bietet Magix die Möglichkeit, Videoeffekte von Drittherstellern zu nutzen. Genauso umfangreich ist die Auswahl bei der Audiobearbeitung (meist auch schnell über Media Pool anwendbar). Hier reicht die Palette vom Audio Cleaning bis zum Surround-Modus.
3. Arbeiten mit Blenden, Titeln und ähnlichen Effekten: Bei diesen Bearbeitungsschritten stellt die Software ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, wobei man das an-gebotene Spektrum auch leicht durch eigene Überblendeffekte erweitern kann.
4. Erstellen eines Discmenüs: Nach erfolgreicher Bearbeitung des Videomaterials steht mit der Oberfläche „Brennen“ ein Auswahlmenü zur Verfügung, mit dem das gesamte Projekt auf eine Disc gebrannt werden kann. Hierzu gibt es zahlreiche Menüvorlagen, die aber auch bearbeitet werden können. Der abschließende Brenndialog bietet verschiedene Auswahlmöglichkeiten und Einstellungen.
5. Exportieren des Videomaterials: Über einen Exportassistenten hat man verschiedene Ausgabemöglichkeiten des fertigen Projekts - von der abgespeicherten Videodatei auf dem Computer bis zum Upload ins Internet (z. B. auf YouTube oder Facebook).
Die Videobearbeitungssoftware „Magix Video Deluxe MX“ gibt es in drei Versionen: Clas-sic-, Plus- und Premium-Version. Die Plus- und Premium-Versionen zeichnen sich durch die Erhöhung von 32 auf 99 Spuren und durch zahlreiches Bonus-Material aus: u. a. die bewährten Magix-Programm „Magix Music-Editor“ oder „Magix Foto Designer 7“ (profes-sionelle Bildbearbeitung). Auch das Verarbeiten und Erzeugen von „echten“ 3D-Videos und -Fotos ist mit ihnen möglich. Darüber hinaus kann man mit einem Zusatzprogramm Reiserouten animieren.
Einen leistungsstarken Rechner (mind. Doppelkernprozessor mit 2,0 GHz und 1 GB RAM) vorausgesetzt, lässt sich die Videobearbeitung flüssig durchführen, auch das Vorrendern des Videos ist jetzt möglich.
Das beigefügte Handbuch erklärt auf knapp 300 Seiten die Funktionen der Programmver-sionen Classic, Plus und Premium. Bei der Installation der Software wird zudem ein elektronisches PDF-Handbuch auf der Festplatte abgespeichert, das noch einmal sämtliche Programmfunktionen und Features im Detail beschreibt.
Fazit: „Magix Video Deluxe MX“ bietet alle Möglichkeiten, um aus dem „Rohmaterial“ ei-nen meisterhaften Film zu erstellen. Dabei überzeugt die Software sowohl durch ihre einfache Bedienung als auch durch ihre professionellen Möglichkeiten. Für den Preis (unterschiedlich) erhält man ein solides, sehr umfangreiches und gut funktionierendes Programmpaket, das auf dem Stand der modernen Technik ist und fast keine Wünsche offen lässt.
Manfred Orlick
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