Von: Patrick Brockmann
08.10.09 15:35

Test: Creative Gigaworks T3

Endlich gibt es wieder ein Premium 2.1 System von Creative, denn lange Zeit musste man sich mit zweitklassigen Systemen abfinden, die zu stark auf Design getrimmt waren, anstatt guten Sound zu liefern. Das Gigaworks ein Zeichen für Qualität ist, hat Creative bereits mit dem Gigaworks S750 und dem Gigaworks ProGamer G500 unter beweiß gestellt. Ob das Gigaworks T3 an Top-Systeme, wie das Megaworks 2.1 herankommt und ob das relativ teure Soundsystem das bietet, was man von Creative verlangt, gilt es in diesem Testbericht herauszufinden.




Optik



Satelliten:



SatelitBesondere Aufmerksamkeit schenken wir zunächst den Satelliten, die im Gegensatz zu anderen Creative Lautsprechern eher unauffällig gestaltet sind. Die Außenfarbe ist schwarz und das verwendete Gehäusematerial ist Kunststoff (Plastik). Die Standfüße sind integriert und nicht abnehmbar, passen aber genau zum Design der Satelliten, obwohl sie aus Metall gearbeitet wurden. Aber ohne diese Standfüße würden die Satelliten sehr klein wirken, denn auch der verwendete Breitbandtreiber, der sich unter einer abnehmbaren Stoffabdeckung befindet, ist mit knapp 5cm nicht besonders groß ausgefallen. Ansonsten wirken die Lautsprecher edel, trotz der verwendeten Materialien.

 



Subwoofer:



Klein und kompakt geht es weiter, denn der Subwoofer ist, wie die Satelliten ebenfalls ein Winzling. Man sollte sich aber nicht von der Größe abschrecken lassen, denn Creative hat 3 Treiber in das Gehäuse gepflanzt um einen ausreichenden Bass zu gewährleisten. Gut 14cm messen die 3 Chassis und sind somit ebenfalls nicht gerade groß geraten. Hierbei fällt besonders das neu entwickelte SLAM-Design auf. Hierbei wird ein Treiber aktiv über eine Endstufe betrieben und die restlichen zwei Treiber wurden ohne Technik eingesetzt und arbeiten mithilfe der Schwingungen des Aktivtreibers. Das verwendete Material ist mit den Satelliten identisch, wobei die drei Treiber mit schwarzen Metallgittern geschützt werden. Auf der Rückseite finden sich alle Anschlüsse und die Bassregelung. Wobei wir hier beim ersten schweren Kritikpunkt sind. Was sucht der Drehschalter, der Basssteuerung auf der Rückseite des Subwoofers? Bezahlt man knapp 200€ für PC-Lautsprecher, bei denen man auf dem Boden robben und unter den Schreibtisch kriechen muss, um den Bass zu regulieren? Subjektiv gesehen ein absolutes NO-GO! Hier hätte Creative wie bei vergangenen Modellen die Basssteuerung in der Kabelfernbedienung installieren müssen. Was wir ebenfalls vergebens suchen sind Digitaleingänge jedglicher Art. Weder optische noch caoxiale Eingänge befinden sich auf der Rückseite des Subwoofers. Einzig und allein die Steuerung über einen analogen Eingang ist möglich. Dies ist ebenfalls stark zu kritisieren, weil wir von Creative Anderes gewohnt sind (z.B. Creative Inspire 2800Digital).

 

Kabelfernbedienung:


KabelfernbedienungDas Design der Kabelfernbedienung gefällt auf Anhieb. Rund, praktisch und sehr gut verarbeitet ist sie und zusätlich mit einem Kopfhörerausgang und einem analogen Eingang ausgestattet. Eine blaue Lampe signalisiert den Status des Systems (ON/OFF). Außerdem gibt es kein lästiges knacken innerhalb der Fernbedienung wie (z.B Creative Inspire 2800Digital), sondern die gesamte Steuerung beläuft sich auf den Subwoofer.







Klang

Um einen allgemeinen Eindruck zu bekommen, beginnt die Testreihe mit einer breiten Palette an Musikstücken, die die komplette Frequenzpalette widerspiegeln. Angefangen bei einem besonders tieftonlastigen Stück (Brooklyn Bounce- Cracy) soll besonders der Subwoofer gefordert werden.

Besonders auffällig ist das der Subwoofer recht stark hervorgehoben wird, vielleicht um eine Mitteltonschwäche bei den Satelliten auszugleichen? Nein! Der Subwoofer sollte zu beginn um etwa eine fünftel Drehung heruntergeregelt werden, um einen homogenen Verlauf zwischen den Komponenten zu gewährleisten. Richtig eingestellt klingt der Subwoofer gut, doch gibt es ein paar Kleinigkeiten zu bemerken. Der Tiefbass fällt ab ca. 30Hz weg, so dass gerade dieses Lied an Aussagekraft verliert. Dennoch spielt der Subwoofer sehr souverän und ist auch im Kickbass hervorragend abgestimmt. Allerdings muss man erwähnen das das System eher in einem kleinem Frequenzspektrum spielt,, so dass so manche Details verloren gehen.

Hochtonlastige Musikstücke wirken ebenfalls nicht detailreich, da hier einfach der Hochtontreiber fehlt. Der 5cm kleine Breitbandtreiber ist weder ein guter Mitteltontreiber, noch ein feinfühliger Hochtonabsolvist. Hier hätte man sich einfach eine andere Lösung gewünscht. Warum geht man nicht von dem T20 oder T40 aus und unterstützt diese Systeme mit einem Subwoofer? Dies hätte weniger an Entwicklungsgeldern gekostet und das Ergebnis wäre zufriedentstellender gewesen. Trotzdem bleibt der Eindruck, dass diese Kombination musikalischer spielt als so manch andere 2.1Systeme, doch mit einem Logitech Z-2300 kann das System nicht mithalten, wobei dies deutlich günstiger ist.

Fazit

Das System besticht durch seine ausgewogene Abstimmung und den Klangfacetten im oberen Tieftonbereich. Dennoch ist das System nicht uneingeschränkt zu empfehlen, da Schwächen sowohl im Tiefstton als auch bei den höheren Klängen erkennbar sind.


 

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