Von: Florian Helff
20.01.10 13:58

Test: Roccat Kova

Die Roccat "Kova" (finnisch: hart) ist die zweite Maus nach der "Kone". Im Gegensatz zu dieser gehört "Kova" zur SDMS (Smart Desktop Management Systems) der Firma Roccat. Ganz nach diesem Motto ist die "Kova" aufgebaut. Nun gilt die Frage zu klären, ob sie nicht nur klein sondern auch fein ist oder ob sie im Schatten ihres Vorgängers "Kone" steht.




Ersteindruck

 

Die Verpackung der Roccat „Kova“ unterscheidet sich nur im Detail von ihrem Vorgänger. Ebenfalls mit einem aufklappbarem Sichtfenster ausgestattet, fällt die Verpackung aber auch schon in ihrem Volumen kleiner aus als beim Vorgänger. Die wichtigsten Eigenschaften finden aber auch bei ihr auf der Oberfläche ihren Platz. Nach dem Aufklappen des Sichtfensters tritt jedoch ihre Größe noch nicht so stark in den Vordergrund. Auffällig ist ihr insgesamt kantiges Design, welches nach Informationen der Herstellerhomepage an den Lamborghini Reventón angelehnt ist. Wie auch schon bei der Roccat „Kone“ ist fast die gesamte Beschriftung der Verpackung in Englisch gehalten.

 

Technische Daten

 

  • Optischer-Sensor mit 3200 dpi

  • 20G Beschleunigung

  • 40 inch per second Maximalgeschwindigkeit

  • 2m USB-Kabel

  • Maße (BxH): maximal 13 x 6,5 cm

  • Gewicht: 90 Gramm

 

 

Die Maus im Detail

 

Neben dem kantigen Design, fällt besonders ihr breites Mausrad auf. Es hat eine extra Beschichtung für besseren Halt und läuft zur Mitte hin spitz zu. Das Mausrad passt sich optimal dem Design und der der V-Form an. Der Vorteil dieser V-Form ist, dass sie für Rechts- und Linkshänder gleichermaßen gut verwendet werden kann. Unvermeidlicher Nachteil ist jedoch, dass sich die Maus nicht so stark an die Form der Hand anpasst, wie es bei der Roccat „Kone“ der Fall war. Die sich an der linken und rechten Seite befindenden Tasten, jeweils zwei auf jeder Seite, fügen sich ebenfalls  gut in das symmetrische Design. Sie befinden sich oberhalb der beschichteten Fläche , welche für einen besseren Halt der Hand sorgt, und sind so sehr gut zu erreichen. Nachdem man die Maus an den PC angeschlossen hat, erkennt man auch die Beleuchtung: Jeweils 2 Lichter befinden sich am vorderen und hinteren Teil der Maus. Die vordere Beleuchtung unterstützt mit ihrer Anordnung das kantige V-Design, wohingegen die hinteren zwei Beleuchtungen wie Rückscheinwerfer wirken und den Bezug zum sportlichen Lamborghini unterstreichen. Die Oberfläche ist mit Ausnahme der beschichteten Flächen an den Seiten recht hart und bildet einen starken Kontrast zur weichen Oberfläche des Vorgänger. Ein weiterer Unterschied zur Roccat „Kone“ bildet der Gewichtsunterschied der beiden Mäuse. Die Roccat „Kova“ ist mit einem Eigengewicht von 48g bis 90g leichter als die Roccat „Kone“ (je nach unterschiedlichem Gebrauch der Gewichte der Roccat „Kone). Diese Leichtgewichtigkeit der Roccat „Kova“ ist aber auch eins ihrer Markenzeichen und unterstützt das SDMS-System von Roccat.

 

Keine Software vorhanden

 

Im Paket ist keine zusätzliche Software enthalten. Das Wichtigste an der Roccat „Kova“ ist, dass sie ohne jeglichen Treiber funktioniert. Rein nach dem Motto „einschalten und loslegen“ benötigt die Maus keine Installation und ist auf allen gängigen Betriebssystemen voll funktionsfähig (Auch für MAC OS, wie es für die Roccat „Kone“ nur bedingt möglich war).

 

Keine Software bedeutet aber nicht keine Funktionen. Mit Hilfe von Tastenkombinationen lässt sich zwischen Rechts-und Linkshänder umschalteten. Zusätzlich lassen sich durch Tastenkombinationen folgende Funktionen erreichen:

  • Einstellung des Lichteffektes zwischen "Breathing", voller oder abgeschalteter Beleuchtung

  • DPI-Einstellungen zwischen 400, 800, 1600 und 3200DPI.

  • Einstellungen des "Breathing"-Modus zwischen Farbänderung nach einem, zwei, drei "Breathe" oder die Farbe nach jedem "Breath" beibehalten.

  • Einstellung der Farben (blau, rot, lila, türkis, hellgrün, grün, weiß)

 

Nachteil ist, dass Anwender ohne Makros oder ähnliche Funktionen, die sie von der Roccat „Kone“ gewöhnt sind, verzichten müssen.

 

Praxiserfahrung

 

Aufgrund der verstellbaren DPI-Eigenschaft, lässt sich die Maus, wie auch die „Kone“, gut im Windows- & Office-Bereich einsetzen. Da das Wechseln der DPI-Stufen jedoch durch die Tastenkombination recht zeitaufwändig ist, wird es im Bereich Spiele eher unpraktisch.

Auch das geringere ergonomische Format der Maus gestaltet den Umgang mit ihr nicht so angenehm, wie mit der Roccat „Kone“. Ansonsten steht die Maus in keiner Weise im Schatten ihres Vorgängers. Die Verarbeitung offenbart auch nach längeren Tests keine Mängel.

 

Fazit

 

Roccat SDMS - der Name des von Roccat aufgebauten Systems, ist Programm für diese Maus. Wenig Gewicht, kleines Format, keine Software – die Roccat "Kova" hat ein gänzlich anderes Konzept als das der „Kone“. Jedoch fällt das Design ihrer Ergonomie zu Lasten. Um diesen Nachteil wieder aufzubessern, wurden die seitlichen Gummiflächen installiert, welche für genügend Halt sorgen. Der Preis von 45 Euro ist angemessen und liegt im Durchschnitt für diese Art von Mäusen. Wer jedoch eine Maus mit vielen Funktionen und guter Ergonomie sucht, sollte sich nicht das Roccat SDMS-System aussuchen, sondern zu Alternativprodukten wie der Roccat „Kone“ greifen.


 

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