Von: Patrick Brockmann
05.04.10 17:06

Test: Teufel Concept B 200 USB

Der Kauf von PC-Lautsprechern ist kein großes Ereignis. Mittlerweile sind Lautsprecher schon für 20 Euro zu haben; das reißt nun wirklich keinem ein Loch in die Tasche. Ganz anders ist es, wenn ein "Teufel-System" auf der Einkaufsliste steht. Die Kosten für ein "Teufel Concept B 200 USB" 2.0 PC-System liegen bei knapp 200 Euro. Das klingt ziemlich verrückt. Wir haben uns ein solches System näher angesehen und fragen: Lohnt sich ein "Teufel-System"?




Technische Daten/Äußeres


Bei den Satelliten handelt es sich um 2-Wege-Systeme mit fest integriertem Standfuß und  mit jeweils einem Kippel abgestimmten, 2,5cm großen Hochtöner, und zwei 8cm großen Tiefmitteltönern. Sie sind in einem Bassreflexgehäuse mit Trompetenöffnung auf der Unterseite versteckt. Das Gewicht ist  hoch und die Außenhaut ist ausgesprochen hochwertig. Angesicht der genannten Daten fragen wir uns , wie solch kleine Lautsprecher homogen bis 80Hz herunterspielen sollen. Doch dazu gibt es später nähere Informationen.

 

Der Verstärker ist in diesem Set ein Schmuckstück. Er beeindruckt durch feinste Verarbeitung in Klavierlackoptik und ausgesprochen hochwertiger Technik. Das Herzstück des Verstärkers ist sein 80W-Sinus kräftiger Kern, der beide Satelliten mit massig Leistung versorgt. Außerdem besitzt der Verstärker eine Kontrolleinheit mit insgesamt drei Reglern, die den Ton sowohl in der Lautstärke, dem Bass und der Tonlage regeln. Es ist auch möglich, ein USB Gerät oder eigene Kopfhörer anzuschlißeßen. Verbunden wird die gesamte Einheit per USB, da der Verstärker über eine integrierte Soundkarte verfügt.

 

 

Klang

 

Musik

Aller Anfang ist Rock: Um den Maximalpegel der Lautsprecher bei einem dichten Klangspektrum zu testen, greifen wir auf ein rockiges Musikstück zurück. Das System  meistert die Herausforderung souverän. Wir fragen uns verblüfft, wo die großen Lautsprecher versteckt sind. Anders als andere Satelliten-Systemen ist der Klang dieses Produkts ausgesprochen "erwachsen". Natürlich können wir damit keine Hallen beschallen, es ist nunmal ein PC-System für den geringen Hörabstand (ca.1m). Doch in diesem Bereich  werden die Ohren durch den guten Klang verwöhnt. Wir können lediglich den leicht verzerrten Bass nahe des Maximalpegels kritisieren. Allerding fällt diese Manko nicht stark ins Gewicht, da rein physikalisch keine größere Kraft aus 4x8cm Tiefmitteltönern erzwungen werden kann. Punkten kann vor allem der Kippel-abgestimmte Hochtöner,  der unter Belastung klare und deutliche Hochtöne wiedergibt.

 

Auch zu klassischer Musik klingt das System fantastisch. Besonders dann, wenn wir die Satelliten nicht zum,  sondern in einem 45Grad Winkel vom Hörer abrichten. Hier entfaltet sich der Klang besonders homogen im Raum. Der Hörer nimmt jede Facette, jede so kleinste Veränderung wahr.  Typisch für ein   Monior-System ist,  dass es durch eine besonders hohe Homogenität im gesamten Klangspektrum auffällt. Nach längerer Einspielzeit wird deutlch, dass wir nicht mehr von diesem System abverlangen können. Es liefert mehr, als wir eigentlich erwartet hätten.

 

 

Filme

Während Satelliten-Subwoofer Systeme auf ihre Effekthascherei im Bassbereich setzen, fehlt beim "Teufel Concept B" der Subwoofer komplett. Doch bevor geschimpt wird, dürfen die gut abgestimmten Tiefmitteltöner nicht vergessen werden.

Ein Beispiel:Der Sound des actionreichen und basslastigen Katrastrophenfilms "2012" kann seine Wucht ohne Subwoofer natürlich nicht komplett entfalten. Doch das System verbucht hier durch Monologe, Dialoge, Instrumente jeglicher Art und auch durch alltägliche Geräusche, wie Küchengeräte, einige Punkte auf sein Konto.  Der klare, hochwertige Sound, bei dem wir uns fast wie "im Film" fühlen, ist die Stärke des Systems.

 

 

Spiele

Die Stärke des Systems ist ihre Homogenität und diese kommt bei PC-Spielen besonders gut zum Vorschein. Stimmen spiegeln die Lautsprecher besonders feinfühlig wieder, so dass hier die Tonuntermalung besonders gut zum Gesamtkonzept passt. Die Treiber schwingen nur minimal nach, so dass auch plötzlich auftauchende Töne sehr deutlich dargestellt werden. Hierbei müssen wir  noch festhalten, dass sogar die Töne deutlich werden, die mit anderen System kaum wahrnehmbar sind

 

 

Fazit

Das System überzeugt durch seine besonders gute Homogenität und dem  sehr klaren Hochtonbereich. Weniger gut ist dieses System höchstens im Tieftonbereich, wobei das in Betracht der Größe des Systems nicht großartig bemängelt werden soll. Wir sprechen uns trotz des hohen Preises für eine Kaufempfehlung aus.


 

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