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Von: Asare Yeboah
19.06.10 01:19

Das Diablo-Phänomen

Vom Suchtprinzip Diablo, angriffslustigen Kühen und endloser Monsterjagd. Mit Diablo strapazieren Sie nicht nur Ihre Nerven, sondern erfahren auch, wie robust Ihre Maus wirklich ist. Nehmen Sie sich für die Diablo-Reihe viel Zeit. Sie werden sie brauchen.



Am 2. Januar 1997 war es trotz des eisigen Winters, der die Welt ergriffen hatte, ein extremer heißer Tag im texanischen Lajitas.

Das Thermometer zeigt an diesem Abend fast 30° und das matte rot der Abendsonne hüllte ganze Landstriche ein, als die ersten Versionen des Action-Rollenspiels Diablo aus dem Hause Blizzard endlich den Weg in die Nordamerikanischen Läden fanden.

Doch die Hitze in Lajitas sollte nur ein kleiner Vorgeschmack auf Diablos Ankunft auf dem umkämpften Spielemarkt werden. Die Welt kann sich auf den langsamen, aber sicheren Untergang gefasst machen – zumindest die der Fiktion...

 

Dämonen und Magie

...denn die Geschichte von Diablo 1 basiert auf einem Kampf zwischen Himmel und Hölle in der mitteltterlichen Stadt Tristram. Zu der Story des Spiels schreibt das deutsche Diablo-Wiki:

„Diablo ist einer von drei Brüdern, die die drei großen Übel genannt werden: Mephisto, der Herr des Hasses, Baal, der Herr der Zerstörung, und Diablo, der Herr des Schreckens. Sie wurden einst nach langem Krieg zwischen Himmel und Hölle von den Horadrim besiegt und in sogenannten Seelensteinen gefangen. Diablo treibt nun sein Unwesen unter und um Tristram, unter dem sein Seelenstein versenkt worden war. Er vergiftete den Geist des einstigen Königs des Landes, Leoric, und verführte auch den Erzbischof Lazarus dazu, ihm eine körperliche Existenz wiederzubeschaffen, und stiftete ihn zu Bösem an. Lazarus entführte daraufhin den Sohn des Königs Leoric, was diesen langsam in den Wahnsinn entgleiten ließ. Viele Bewohner Tristrams verschwanden oder wurden umgebracht. [...]“

Die kleine Stadt wird so mit in einen großen Konflikt gerissen; die Seele Diablos ist tief unter den Stadtmauern zu neuem Leben erwacht. Hastig zieht es allerlei finstere Kreaturen und Dämonen nach Tristram. Sie zögern nicht; sie belagern die Kirchen und Totenstätten, töten die friedlichen Dorfbewohner und lassen das Chaos auf die kleine Stadt niederregnen.

Als einsamer Held im fiktiven Königreich Khonduras, in der Welt Sanctuary, schickt sie das Spiel so auf einen finsteren Kampf durch 16 Dungeons. Während Sie sich weiter und weiter durch Kirchen, Gruften und Höhlen in die lodernde Hölle kämpfen, spinnen Sie die Geschichte des Helden fort und helfen Dorfbewohnern dabei aus der tödlichen Patsche, bauen Beziehungen zu Charakteren im Spiel auf und erfahren historisches über Diablos schreckliches Wirken. Am Ende steht der Held in der Höhle des Löwen vor dem Herren der Finsternis: Vor dem Schreckenslord Diablo. Aber was zur Hölle hat Diablo so einzigartig gemacht?

 

Handgemacht: Diablos vernichtende Kraft

Diablo ist kein klassisches Rollenspiel, sondern ein ein Action-Rollenspiel. Obwohl Sie Zaubersprüche finden und benutzen, eine Klasse wählen müssen und durch das Besiegen von Gegnern Erfahrungen sammeln, ist das Spiel einfach deutlich schneller und einsteigerfreundlicher als die bis dato erschienenen Rollenspiele.

Jeder Schwerthieb und jeder brennende Feuerball, der ausgelieferten Höllenbruten zugeschleudert wird, prallt in Echtzeit auf. Doch was Diabo wirklich auszeichnete und manche in Schmerz aufschreien ließ, war das „Point and Click System“

 

„Point and Click“ – also Zeigen und Klicken waren die zwei großen Regeln von Diablo. Fast alles drehte sich in Diablo um ihre Maus. Bösen Zungen könnte fast meinen, dass Blizzard einen Pakt mit einem Hardwareriesen eingegangen ist, damit diese etwas mehr Mäuse verkaufen können. Oder Blizzard sympathisiert mit der Ärzteschaft. Informieren sich vor Spielbeginng sicherheitshalber über die Sehnenscheidenentzündung. Falls Sie erste Symptome bemerken, sollten Sie für Ihrem Finger ein paar ruhige Minuten gönnen. Denn Sie müssen ihrer Maus bei jeder einzelnen Attacke, die ihr Held ausführt, einen sanften Klick verpassen. Leider werden diese Klicks im Eifer des Gefechtes, wenn sie z.B. von blutrünstigen Ghuls beharkt werden und Ihre Lebenskraft rapide schwindet, eher zu energischen, vernichtenden Stößen für die Maus. Sie können gerne nachzählen, wie oft Sie in Diablo klicken werden. Die Zahl würde nach einem 20-stündigem Spielerlebnis bestimmt in den den sechstelligen Bereich fallen. (Bild: jfpl.org)

Eine Prophylaxe: 2004 - 7 Jahre nach dem Release -  ist sogar ein Addon erschienen, das Maus und Zeigefinger entlasten sol.



Ran an die Fakten

Sie können in Diablo zwischen dem Krieger, dem Schurken und dem Zauberer wählen. Die Klassen unterscheiden sich zwar im Gameplay, jedoch ist im Genre neu, dass ein Krieger auch Zaubersprüche benutzen kann und ein Zauberer auch gerne mit einer Axt hantieren darf.

  • Der Krieger: Der Krieger streichelt seine blutverschmierte Axt und ist glücklich darüber, dass er wieder einmal mit purer physischer Kraft gesiegt hat. Er ist Experte für alle Nahkampfwaffen und von Natur aus sehr robust. Im Kriegergeschlecht finden sich sowohl noble Paladine, als auch eher weniger noble Barbaren.

  • Die Jägerin: Die besten Fernkämpfer in der Welt Sanctuary. Die Jägerin ist mit Pfeil und Bögen ausgerüstet, geschickt und sehr schnell. Sie braucht nicht nah an die Gegner herantreten, sondern macht ihnen aus der Ferne den Garaus. Die Jägerinnen gehören der Gruppe „Sisterhood of the Sightless Eye“ an.

  • Der Zauberer: Sprüchejongleur, weiser Magier und ein weitsichtiger Zeitgenosse. Der Zauberer ist Fachmann für alles magische und besitzt unter den drei Klassen den größten Intellekt. Da der Zauberer sich gerne in seinen Schriften vertieft und die körperliche Ertüchtigung etwas vernachlässigt, ist er unten den drei Klassen die zerbrechlichste.

 

Sie haben das stimmige Intro gesehen,  Ihre Klasse gewählt und stehen nun als schwacher Nachwuchsheld am Anfang Ihrer Karriere. Zumindest soll der Pixelhaufen vor Ihnen einen Helden darstellen. Die Grafik ist schon im Jahre 1996 von anno dazumal gewesen. Doch Blizzard ist keine Spielefirma, die Ihren Fokus auf schöne Grafik, sondern auf durchdachtes Gameplay setzt. Das Spielemagazin pcgames.de hat  Blizzards 11 „Spielespaß-Gebote“ gut zusammenfasst:

Machen Sie sich nun mit dem kurz Interface vertraut. Im Inventar erkennen Sie, was Ihr Held momentan an Kleidung und Waffen trägt. Die beiden rot und blauen Kugel symbolisieren Lebenskraft und Magie des Helden. Neben präzisem Klicken müssen Sie auch darauf achten, dass die rote Flüssigkeit in der Kugel durch Monsternhiebe nicht komplett ausgeschöpft wird. Zu diesem Zweck gibt es massig Heiltränke. Ihr Held wird im und nach dem Kampf oft an der Flasche mit dem roten Lebensaft oder der blauen Geistersubstanz nippen müssen. Schärfen Sie neben der Klickgeschwindigkeit deshalb auch ihre Reaktionsfähigkeit.

Wenn Sie nach dem Einstieg mutwillig ein paar Schritte durch die Gassen Tristrams gestapft sind, merken sie, dass die Atmosphäre vom ersten Moment an passt. Die Menschen scheinen völlig trostlos zu sein; die Gegend rund um Tristram wirkt durch kahle Bäume und kleine Hütten fast „tot“. Das melancholische Gitarrenstück, das im Hintengrund klimpelt und die guten Umgebungs- und Monstergeräusche untermalt, gehen unter die Haut.

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Nachdem Sie die umstehenden Bewohner zu den Vorkommnissen in der Stadt befragt und sich mit der Steuerung angefreundet haben, finden Sie nach geraumer Zeit Ihre erste Aufgabe. Ein sterbender Dorfbewohner liegt vor der Kirche in seinem Blut und berichtet mit schwerer Stimme über die Ereignisse, die ihm in der Kirche wiederfahren sind. Die Sprachausgabe ist passend und gut,; schon nach kurzer Spielzeit steigert sich der Spannungsbogen. (Bild: bestphotos.us)

Hinein in die Kirche, auf zum ersten Kampf. Das Spielprinzip Diablos baut auf den Suchtfaktor des Sammels und der Chrakterverbesserung auf. Ihr Held verfügt über vier Attribute – Stärke, Magie, Geschicklichkeit und Vitalität – die bei jedem Levelaufstieg verbessert werden können. Sie steigen im Level auf, in dem Sie Erfahrungen durch das Töten von Monstern sammeln. Die gefallenen Monster hinterlassen regelmäßig Gold, Gegenstände und Zaubersprüche, die benutzt bzw. verkauft werden können. Sie werden schon früh merken, dass der Charakter mit einer schmucken Waffe oder einem neuen Zauberspruch stärker ist. So ist der Grundstein für ein Phänomen gelegt, dass sich wie ein roter Faden durch das ganze Spiel zieht. Die Story von Diablo wurde zwar durch Zwischensequenzen eindrucksvoll und stimmig vermittelt, jedoch liegt der Hauptaugenmerk auf immer dem gleichen Trieb: "Noch ein Level weiter, noch ein besseres Item für meinen Charakter, noch ein besserer Zauberspruch...". Unter diesem Vorwand verfliegt die Zeit bei der Monsterjagd wie im Fluge. Die Aufgaben die Sie lösen müssen, dienen dabei nur als Ansporn, um sich weiter in die tiefen Dungeons begeben.

Wiederspielwert: Diablo hat drei Schwierigkeitsstufen (Normal, Alptraum und Hölle). Nachdem das Spiel im normalen Modus abgeschlossen wurden, kann der Charakter den Kampf mit Diablo in der nächsthöheren Schwierigkeitsstufe aufnehmen. In Alptraum und Hölle regnet es noch bessere Gegenstände, die Ihr Charakter sich natürlich unter den Nagel reißen kann.

Zurückspulen: Lust auf einen Neuanfang? Alternativ jagen Sie Diablo mit einer anderen Klasse.

Es existiert auch eine Erweiterung mit dem Namen Diablo: Hellfire, welche allerdings nicht von Blizzard, sondern von Sierra Entertainment entwickelt wurde. Die Erweiterung verspricht ebenfalls eine gehörige Portion "Diablo-Feeling".

 

Interessantes

1) Ihre erste Herausforderung entdecken Sie frühzeitig in den ersten Dungeon-Ebenen. Der „Butcher“ ist für Ihren schwächlichen Helden Anfangs viel zu stark und lässt auch heute noch viele Spielerherzen durch den Spruch „Aaah, fresh Meat“ höher schlagen. Viel Glück bei diesem Kampf! http://www.youtube.com/watch?v=ybBe5gEvZXY

2) Die Spielerschaft von Diablo munkelte schon bald nach Release des Spiels von einem Ort, an dem sich viele blutrünstige Monster tummeln. Sie hauchten ängstlich von einem Ort, an dem selbst die erfahrensten Helden um Leib und Leben Kämpfen müssen: Der geheime Kuh-Level. Laut den Legenden können die grasenden Kühe auf Tristrams Weiden mehrmals angeklickt werden, um in das Kuh-Level zu gelangen. Doch gelang das? Was erwartet den Helden im Kuh Level? Mehr von diesem verstaubten Mysterium lesen Sie hier.

c(Bild: blog.timesunion.com)

Seien Sie sich aber schon sicher, diese Kreaturen der Hölle können verdammt gefährlich sein.

 

Crescendo

Lassen Sie sich auch von Diablo 1 selbst überzeugen. Mit oder ohne Erweiterung, Diablo macht im Single- und Multiplayer Spaß, wenn Sie sich leicht von einem Sammeltrieb beeinflusst fühlen und über uralte Grafik hinweg in das Herz eines Spiels schauen können. In diesem Sinne: Frohes Fingerbrechen und glückliche Itemjagd!  Doch nun geh es von der Hölle in die Hölle, direkt in die Arme des Nachfolgers...

 

Diablo 2

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Ermutigt durch den Erfolg des Vorgängers machte sich Blizzard hastig ans Werk und lieferte vier Jahre nach dem Release von Diablo 1 den Nachfolger. Verpackt mit neuen Gegenständen, Klassen und einer Fortführung der Story aus Diablo1, stand dem Spielspaß nichts im Wege. Auch im zweiten Teil der Serie geht es maßgeblich um Geklicke, Monsterjagd und edle Gegenstände. Diesmal schleichen sie sich aber nicht nur noch durch Dungeon, sondern kämpfen oft im Freien durch die fünf großen Akte des Spiels. Das solide Spielprinzp scheint sich in die Spielerherzen gefressen zu haben: So war Diablo vor zehn Jahren das „fastest-selling computer game“ und wird heute noch von vielen Usern rund um den Globus im battle.net, die Online-Spieleplattform von Blizzard, gespielt.

 

Neuer Teil, neue Grafik?

Im Grunde genommen lässt sich diese Frage mit einem „Ja“ beantworten. Allerding ist dieses „Ja“ mit Vorsicht zu genießen.

Der erst Eindruck des grafikverwöhnten Spielers der Neuzeit ist der folgende: Das was sich dem Spieler an Grafik bietet ist ist grottig und altbacken. Die Grafik von Diablo 2 steht dem Vorgänger im Schlechten nichts nach und präsentiert sich den müden Spieleraugen gewohnt unspektakulär.

Die Bildschirmauflösung ist leider bei lächerlichen 640x480 Pixel festgefroren (wobei ein Mod dieses Problem behebt und das Addon Lord of Destruction die sagenhafte Auflösung von 800x600 ermöglicht); die Monsterjagd wird bei einem großen Monitor durchaus matschig. Trotzdem – von unserer Grafikschelte abgesehen – gibt es hier und da Stellen, an denen manche Gefallen finden. Kleine Details bewirken großes: In Dungeons liegen gefallene Helden in ihrem getrockneten Blut, an den Wänden klebt nicht selten das solche in Massen. Ebenso zieren Fackeln, Buchständer und bröckelndes Gestein beeindruckend detailgetreu die Spielwelt.

 

Déjà vu

Falls Sie den ersten Teil gespielt haben, kommt das Interface sofort vertaut vor. Links und Rechts auf dem Bildschirm befinden sich wieder die „Health- und Manaorbs“, die Ihnen im ersten Teil sicherlich ans Herz gewachsen sind. Mit neuen Fertigkeiten und Zaubersprüchen bewaffnet ist die simple Aufgabe im zweiten Teil wieder die folgende: Töten, sammeln, verbessern. Doch nun ist Diablo 2 einen großen Schritt gegangen: Die Klickeskapaden des ersten Teils werden nun durch eine technische Errungenschaft deutlich angenehmer: Bei gedrückter Maustaste greift Ihr Held konstant an.

Diablo und Diablo 2 ist nicht für Sie, falls sie bevorzugen Ihre Manöver fein säuberlich zu planen, bevor Sie angreifen. Erwarten Sie auch im zweiten Teil keine kreative Quests, die sich stark im Spielgeschehen bemerkbar machen. Natürlich vermitteln die Zwischensequenzen wieder die nötige Würze an schrecklich-düsterem Diablo-Feeling.

Nur die „Diablo-Affinen“ werden an dem Gameplay beider Teile gefallen finden. Der eine oder andere könnte das Gameplay glatt als „langweilig" verreißen. Doch die Sammellust setzt so schnell ein, dass sehr viel Willenskraft benötigt wird, um sich von ihr loszureißen.

Blizzard schafft es, durch sieben verschiedene Klassen (Klassen des Addons inbegriffen) mit interessanten und durchdachten Talentbäumen, sowie mit fünf Akten die nötige Spieltiefe zu erschaffen. Der Barbar und der Zauberer spielen sich so, wie Sie es von diesen Klassen erwarten. Neu und interessant ist der Totenbeschwörer, der mächtige Diener für sich kämpfen lässt: Er kann Skelette aus bezwungenen Gegnern entstehen lassen und mächtige Golems beschwören, während er mit dunkler Magie seine Gegner verflucht. Der noble Paladin stellt sich seinen Feinden mit Auren, göttlichen Fähigkeiten und einer guten Portion Robustheit entgegen. Die Amazone ist eine schöne Mischung aus Nah-, Fernkämpfer und Magier. Das Addon „Lord of Destruction“ erweitert das Klassenrepertoire um die bewegliche Assassine und den naturverbundenen Druiden.

Wenn Sie Diablo 2 mit dem Barbaren spielen und immer stärken werden, interessiert es Sie brennend, wie Ihre Karriere z.B. mit einem Paladin ausgesehen hätte. Die Klassen verfügen über die verschiedensten Fähigkeiten und Eigenschaften – Blizzard schafft es sie dazu zu bewegen, das Spiel mit einer anderen Klasse zu durchschreiten.

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Informationen und Guides zum Barbar (engl.)

Informationen und Guides zur Zauberin(engl.)

Informationen und Guides zur Amazone(engl.)

Informationen und Guides zur Assassine engl.)

Informationen und Guides zum Totenbeschwörer(engl.)

Informationen und Guides zum Paladin (engl.)

Informationen und Guides zum Druiden (engl.)

 

Sie werden Diablo 2 durch seinen Sound nicht vergessen. Matt Ulmen, der Gamemusic-Komponist  von Diablo 1, wird im zweiten Teil für die gehörige Portion Gänsehaut sorgen. Auch die Umgebungs- und Kampfgeräusche überzeugen. Wenn Ihre Axt mit einem wohlklingendem „Pfff“ auf die verwundbare Monsterhaut knallt oder Gold mit dem typischen "Pling" von gefallenen Monster springt, wissen Sie, dass Blizzard in puncto Sound alles richtig macht.

 

Der MultiplayerDas Herzstück von Diablo 2

Was in der Spielwelt eingeschlagen hat, wie eine Bombe ist und bleibt der Multiplayer des Spiels. Gehen Sie wie im ersten Teil mit Ihren Freunden auf Monsterjagd oder tragen Sie Ihre Differenzen kurz und schmerzlich online im Duell aus.

Dabei ist sehr interessant, wie gut sich manche Klassen ergänzen: Der Paladin und der Totenbeschwörer sind im Multiplayer wie für einander geschaffen. Während der Paladin andere heilt und Feinde schwächt, verflucht der Totenbeschwörer fleißig die Monsterhorden und eilt dem Paladin mit magischen Fähigkeiten zur Hilfe. Falls Sie das volle Spielspaß-Potenzial von Diablo 2 ausschöpfen möchten, sollten Sie auf jeden Fall eine Multiplayer-Partie mit oder gegen Ihre besten Freunde wagen.

 

Alle guten Dinge sind drei

Auch Blizzard nimmt sich dieses uralte Sprichtwort zu Herzen.

 

Nach dem zweiten Teil wird Blizzard seiner Diablo-Serie nicht müde und enthüllt den dritten Teil mit Stil. Kenner des Genres dürfen gespannt sein, ob Diablo 3 das Diablo-Phänomen so gekonnt aufgreift, wie es der erste Teil erfunden und der zweite fortgeführt hat.

 

 

 

 

Fazit

Diablo und Diablo 2 sind Spiele, die Sie die Zeit vergessen lassen werden. Vorausgesetzt, Sie lassen sich auf das relativ simple Gameplay ein und sehen darüber hinweg, dass Sie kostbare Stunden in die Monsterjagd investieren werden, nur um Ihren Helden mit einem noch besseren Gimmick auszustatten. Falls Sie die Diablo-Serie noch nicht kennen, sollten dieser Bericht Ihnen einen kleinen Eindruck in die düstere Welt geben, in der Mausklicks und Monsterhatz das A und O sind: Die Welt von Diablo.


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