Testbericht: ACDSee Pro 3
Moderne digitale Spiegelreflexkameras schaffen zwölf Fotos in gerade mal einer Sekunde. Schnell sammeln sich so tausende von Bildern an und die Suche nach einem bestimmten Foto fällt schwer. ACDSee Pro 3 soll hierbei behilflich sein. Denn die Software kann Ordnung in das Chaos bringen und die Archivierung der Fotos vereinfachen. Aber nicht nur das, mit ACDSee Pro 3 ist auch das Bearbeiten von Fotos möglich.
Beim Einlegen der CD erschien wie üblich ein Autostart-Fenster. Doch die Software ist noch nicht installiert und es erscheint nur ein Button zur Deinstallation. Ein Button zur Installation fehlt hier völlig. Klickt man jedoch auf Deinstallieren, so gelangt man zur Installation. Dieses Problem konnten wir allerdings nur bei Windows 7 feststellen. Ansonsten verlief die Installation recht einfach. Beim Start der Software erscheint eine Schnellstart-Anleitung. Kurz, knapp und verständlich werden hier die wichtigsten Bereiche erklärt.
Beim ersten Benutzen der Software wirkt alles noch ein wenig unübersichtlich. Doch schnell lernt man die Umgebung kennen und findet sich, nach einer kurzen Einarbeitungszeit, gut zu recht. Aufgeteilt ist die Software in drei größere Bereiche: Verwalten, Ansicht, Verarbeiten.
Verwalten
ACDSee Pro 3 hat eine eigene Datenbank. In dieser werden alle Informationen zu den Fotos gespeichert. Dabei werden alle Daten die eine Bilddatei hergibt mit einbezogen. Die Fotos lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen, welche man selbst erstellen kann. Häufig genutzte Ordner mit Fotos können unter Favoriten abgespeichert werden. Ansonsten steht nur zur Übersicht ein Kalender zur Verfügung, die alle Fotoserien chronologisch auflistet. Zur Verwaltung gehört ebenfalls der Import. Schließt man eine Kamera oder ein anderes Gerät/Datenträger an, so fragt ACDSee Pro 3 sofort, ob die Software den Import der Bilddateien übernehmen soll. Dabei stehen gleich viele nützliche Funktionen zur Verfügung. Alle zu importierenden Fotos können beispielsweise direkt mit Beschreibungen oder Stichwörtern beschrieben werden. Auch der zu generierende Name der Dateien kann hier individuell eingestellt werden.
Ansicht
Im Ansichtsmodus werden die Bilder entweder in einem Fenster oder in einem Vollbildmodus angezeigt. Weitere Funktionen, als Standartfunktionen, wie beispielsweise zoomen oder Bilder drehen, sind nicht vorhanden. In der unteren Leiste des Fensters von ACDSee Pro 3 werden weitere Fotos in Filmstreifen angezeigt. So wird das schnelle Navigieren zwischen den Fotos ermöglicht.
Verarbeiten
Der Modus "Verarbeiten" ist in zwei Bereiche aufgeteilt: Entwickeln und Bearbeiten. Im Bereich Entwickeln können unter Anderem die Bilder zugeschnitten, gedreht oder auch Farben korrigiert werden. Das schöne dabei ist, die Fotos werden während der Bearbeitung nicht zerstört. Die Vorgänge werden in der Datenbank gespeichert und können so jederzeit rückgängig gemacht werden. Im Bereich Bearbeiten stehen einige Funktionen zur Verfügung. Es können pixelgenaue Veränderungen vorgenommen werden, wie beispielsweise rote Augen entfernen, Texte oder Effekte einfügen und vieles mehr. Alle Veränderungen sind im Live-View direkt zu sehen.
2-Gigabyte-Onlinespeicher
Für eine Online-Bildpräsentation bietet ACDSee kostenlos 2-Gigabyte-Speicherplatz auf deren Server. Hierfür ist eine Registrierung nötig. Die Bilder kann man, nach der Registrierung, direkt von der Software hochladen.
Fazit
ACDSee Pro 3 hat sich als Hilfsmittel für Fotografen bewährt. Die Benutzeroberfläche ist klar strukturiert und leicht bedienbar. Viele Vorgänge lassen sich einfach abwickeln oder sogar automatisieren – so kann man viel Zeit sparen. Auch die eigene Datenbank bietet viele Vorteile. Negativ aufgefallen sind die Abstürze der Software unter Windows 7. Dennoch ist ACDSee Pro 3 auch zu einem Preis von ca. 125 Euro eine Empfehlung wert.

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