18.05.08 23:46

Test: Videobearbeitungssoftware im Vergleich




 

Sony Vegas Studio 8.0

Auch Sony bietet seit einigen Generationen seine Schnitt-Software „Vegas Movie Studio“ an. Wir haben die neuste Version 8.0 getestet. Die Installation läuft schnell und problemlos. Allerdings ist auch hier eine Registrierung beim Hersteller notwendig.Das Programm startet überdurchschnittlich schnell, bietet dann aber keineswegs einen solch schönen Anblick wie z.B. sein Konkurrent „Video Deluxe 2008“. Sonys Programm ist auch weitaus mehr im Windows-Stil gehalten als das Produkt von Magix. Die beigefügten Effekte erwiesen sich im Test als nützlich und professionell. Sony verzichtet bewusst auf SchnickSchnack und bietet hauptsächlich konservative Blenden an. Bemerkenswert ist, dass sich standardmäßig 8 Spuren im Programm befinden, die beliebig mit Audio-, Video-, Bild- und Textdaten belegt werden können. Die Handhabung des Programms erwies sich zwar durchweg als logisch und sinnvoll, allerdings dürfte es für Anfänger schwer sein auf Anhieb mit dem Programm zurecht zu kommen. Dem Anwender werden längst nicht so viel Hilfestellungen gegeben wie z.B. beim Testsieger Video Deluxe. Die Videodaten lassen sich von DV Camcordern aufzeichnen oder direkt per Videodatei in das Programm importieren. Ein besonderes Feature ist auch die Importfunktion von Mediendateien aus dem Web. Bis diese Funktion allerdings im Alltag vom Otto-Normal-Videofilmer gebraucht wird kann es meist dauern. Nach der Bearbeitung bietet Sony die Möglichkeit an das Video entweder wieder zurück auf die DV Kasette zu schreiben, es direkt ins Internet hochzuladen oder eine CD/DVD zu brennen. Fazit Das Programm eignet sich vor allem für fortgeschrittene Amateure, die mehr Einstellungsmöglichkeiten bei den Effekten haben wollen und auf kitschige Effekte verzichten wollen. Wer sich etwas mit dem Programm beschäftigt, hat mit Sony Vegas Movie Studio schnell eine gute Hilfe gewonnen um die selbstgemachten Filme oder Fernsehmittschnitte ohne großen Aufwand zu schneiden und mit Effekten zu belegen. Wer die Effekte selbst genau einstellen will und sich nicht scheut dafür etwas Zeit aufzuwenden, dem sei Vegas Studio empfohlen. Wer Einfachheit und Übersichtlichkeit haben will, sollte überlegen ob er nicht zu einer anderen Software greift.

 

 

MAGIX Video Deluxe 2008 PLUS

 

//Magix Software ist sogar unter professionellen Filmmachern ein Tipp für guten Schnitt trotz relativ geringem Preis. Auch dieses Jahr setzt Magix seine Video Deluxe 2008 Serie fort. PC Luchs hat getestet, ob und für wen sich der Kauf lohnt und lässt die bewährte Software gegen das neue „Vegas Movie Studio 8.0“ von Sony und gegen das neue „VideoStudio von Ulead antreten.// Installation Im Test lief die Installation reibungslos ab. Nachteil: Die komplette Installation kann auf einigen Computern über 60 Minuten dauern. Außerdem wird mit Eingabe der Seriennummer während der Installation keineswegs der volle Funktionsumfang der Software freigeschaltet. Der MPEG Codec muss z.B. extra (kostenlos) aktiviert werden. Die .flv (Flash) Exportfunktion ist nur mit der Installation eines kostenpflichtigen Plugins möglich. Wer Kosten sparen will konvertiert seine MPEG-Videos mit der Software „Bit Comet FLV Converter“. Diese ist kostenlos erhältlich. Programm Der Start dauert nicht bedeutend länger als der eines Standard-Browsers. Innerhalb von Sekunden hat man Zugriff auf seine Filmprojekte. Das Videomaterial lässt sich von fast allen Medien importieren. Ob von HDV oder DV Kamera, ob vom VHS-Rekorder, direkt von der Webcam oder vom Computerbildschirm: Dem Importieren der Bilddaten sind keine Grenzen gesetzt. Natürlich lassen sich auch die fertigen Videoschnipsel auf einer DVD oder von einem Festplatten-Camcorder direkt in das Programm importieren. Wenn die Videodaten ersteinmal ins Programm geladen wurden, stehen dem Nutzer schier unendliche Möglichkeiten zur Verfügung, dieses zu bearbeiten. Es lassen sich zum Beispiel schöne Video-Collagen erstellen, die bei einem mäßigen Einsatz das Gefühl von Professionalität vermitteln. Auch eine Bild-in-Bild Funktion sowie ein Splitscreen stehen als Effekt zur Verfügung. Diese erlauben dem Zuschauer 2 Handlungen gleichzeitig zu präsentieren. Wer gerne im angesagten 16:9 Format dreht, kann bereits die speziell aufs Format abgestimmten Effekte verwenden. Magix erleichter es dem Anwender erheblich sich in der Effekte-Flut zurecht zu finden in dem alle Effekte in präzise Kategorien eingeordnet sind. Was Magix allerdings z.B. in den Kategorien „Musikvideo“ und „Lovestory“ an Effekten präsentiert sollte allerdings bei jedem Zuschauer sofort das Gefühl der Unprofessionalität hervorrufen: Die meisten Effekte hier sind mittelmäßig bis schlecht. Man merkt allerdings deutlich, dass VideoDeluxe auf einem Audio-Schnittprogramm basiert. Die zahlreichen Bearbeitungsoptionen für den Ton arbeiten hervorragend. Wer seine Filme nachvertonen und kommentieren will braucht auch nicht auf ein externes Programm zugreifen um seine Stimme aufzunehmen. Sprechtext lässt sich einfach mit einem Mikrofon direkt in das Programm aufnehmen und dort zurechtschneiden. Wenn ihre Rohdaten nicht optimal aufgenommen worden sind, können sie dies per Mausklick mit dem VideoCleaning Assistenten beheben. Der Schnitt und das Arbeiten mit Effekten läuft sogar auf langsamen Computern erstaunlich flüssig. Selbst wenn viele Spuren genutzt werden, sind beim Abspielen im Vorschau-Modus keine Beeinträchtigungen zu merken. Lediglich auf langsamen Computern werden einige Effekte in der Vorschau nicht richtig abgespielt und ruckeln. Nach dem Export des Filmes ist davon allerdings nichts mehr zu merken. Jemand der professionell arbeiten will, sollte allerdings möglichst wenig von diesen Gebrauch machen. Teilweise wirken diese laienhaft und lächerlich, wenn man sie zu oft und an falscher Stelle einsetzt. Denn: Wirklich professionelle Effekte sucht man vergeblich. Ein großer Pluspunkt sind auch die zahlreichen Spuren, die sich jeweils mit jeder Art von Medien (Foto,Video,Text,Effekte etc.) belegen lassen. Fazit Das Programm eignet sich sowohl für den ambitionierten Hobbyfilmer, wie dem professionellen Amateur. Nicht nur Programmen in ähnlicher Preiskategorie (bis 100€) ist MAGIX Video Deluxe 2008 Plus stark überlegen, die Qualität von Profi Software wird in den meisten Punkten erreicht oder übertroffen. Es ist allerdings zu empfehlen, die günstigere Standardversion zu kaufen, die beigefügten Funktionen wie der 3D Charakter Animation in der PLUS Version wird ein Otto-Normal-Filmer nie brauchen. Lassen Sie sich nicht von der Zahl der vielen nutzlosen Effekte imponieren. Der wirkliche Pluspunkt des Programmes ist, dass es äußerst zuverlässig und stabil läuft.

 

 

Corel Ulead Video Studio 11

//Die neue Version von Corels Videoschnittlösung „Ulead Video Studio 11.“ bietet viele Möglichkeiten. Im PC-Luchs test tritt das Programm gegen seine Konkurenten Magix Video Deluxe und Sony Vegas Movie Studio an.“ // Installation Die Installation läuft außergewöhnlich schnell. Im Gegensatz zu „Video Deluxe“ ist keine zusätzliche Registrierung der Codecs notwendig. Auch auf eine Registrierung beim Hersteller verzichtet Corel und schont somit die Nerven der Anwender. Programm Das Programm startet schnell und bietet dann zwei Möglichkeiten seine Videodaten zu bearbeiten. Der Filmassistent hilft dem unerfahrenen Anwender schnell und unkompliziert gute Filme zu produzieren und zu exportieren. Im Filmassistenten verzichtet Corel auf Schnickschnack, der das Programm für Anfänger nur unübersichtlich machen würde. Wer aber professionell arbeiten will, sollte den Assistenten aber links liegen lassen und gleich mit dem Hauptprogramm starten. Das Besondere an Ulead Video Studio 11 ist, dass auch Dateien von ihrem Mobiltelefon importiert werden können. In einer Zeit, in der sich das Handy immermehr zur Foto- und Videokamera entwickelt ist dies praktisch und sinnvoll. Der Aufbau des Hauptprogrammes erinnert an Magix Video Deluxe, ist aber deutlich übersichtlicher gehalten als der Konkurent. Neben mittelmäßigen vorgefertigten Intros bietet auch Corel eine große Zahl an Effekten. Bei mäßigem Einsatz wirken diese auch durchaus professionell. Im Gegensatz zu Video Deluxe von Magix wird darauf verzichtet hochprofessionelle Effekte mittelmäßig nachzuahmen. Die vorgefertigten Titeltexte erinnern an das ein oder andere Showintro im TV und wirken größtenteils professionell. Als einzige Software unter den drei getesteten Produkten liefer Ulead fertige Filmmusik zum untermalen der Filme an. Die Anzahl der Melodien ist mit 14 allerdings trotzdem etwas mager ausgefallen. Die große Besonderheit offenbart sich beim exportieren der Videos. Sie lassen sich direkt aus dem Programm auf die Videoplattform „YouTube“ hochladen. Das Überspielen auf das Handy oder auf DV, DVD oder CD ist ebenso möglich. Allerdings lassen sich keine DVD Menüs erstellen, wie es beispielsweise Magix anbietet. Fazit Das Programm ist für den Hobbyfilmer, der gerne auf YouTube unterwegs ist und dort auch Videos veröffentlicht absolut empfehlenswert. Die Filme lassen sich ohne viel Aufwand vom Handy in das Programm importieren um die fertige Aufnahme dann direkt auf YouTube hochzuladen. Wer professionell arbeiten will, ist mit dem Programm auch gut bedient und kann mit ein wenig Arbeit sehr ansehnliche Filme erstellen.


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