Von: David Hinkel
07.10.10 17:25

Test: Civilization V

Seit gut 19 Jahren begeistert uns Sid Meier mit Civilization mit einer Rundenstrategie vom Feinsten, doch kann er mit dem fünften Teil der beliebten Reihe ein weiteres Mal überzeugen?




Die Grundsubstanz von Civilization ist immer stets gleich geblieben und auch im fünften Teil geht das Spiel maximal bis zum Jahr 2050. Wir wählen zu Anfang aus 18 verschiedenen Völkern, die jeweils verschiedene Vorteile bieten.

Weniger Anführer…

Im fünften Teil können wir leider nicht mehr selbst unser Staatsoberhaupt wählen, dafür gibt es aber auch neue Völker wie Siam oder Songhai. Sehr schön ist, dass jedes Staatsoberhaupt jetzt auch komplett animiert und in seiner Landessprache mit uns in Verbindung tritt. Wir wählen also zunächst unser Volk, und schon kann es los gehen. Auch bei den diplomatischen Gesprächen hat man jetzt mehr Möglichkeiten, ob man wie gehabt nur den Krieg erklärt,  Forderungen aufstellt oder einen Geheimpakt gegen ein anderes Volk schließt, so bietet es zusätzliche Spieltiefe. Leider muss man dazu sagen, dass gleichgültig ob unser Gegenüber jetzt verärgert oder gut drauf ist, wir ihm das leider an Mimik und Gestik nicht ansehen können und nur in ihren Stereotypen verharren. Schlimmer ist jedoch, dass keine Übersicht über die diplomatischen Verhältnisse existiert, so dass man nie genau wissen kann, wo man bei einem Gegenüber steht.

…neue Staaten

Auf den ersten Blick wirkt alles wie gehabt, allerdings sobald es ans Eingemachte geht, zeigen die Unterschiede, was Civilization V besser macht als seinen Vorgänger. Kriegstaktik, Politikentwicklung und Stadtstaaten. Man trifft nun nicht mehr nur auf neue Herrscher, sondern auch auf autake Staaten, die ihre ganz eigenen Interessen verfolgen, diese konkurrieren zwar nicht unbedingt mit uns um den Sieg,  bilden aber einen neuen Faktor in der Taktik, da sie neue Vorteile aber auch Nachteile bieten, indem wir entweder uns die Sympathie durch Gold oder Aufgaben erringen oder sie links liegen lassen und die Konsequenzen dafür in Kauf nehmen.


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