Von: Melvin Prasse
22.04.10 09:08

Test: Dragon Age: Origins - Awakening

Individuelle Spielgestaltung, Vielfalt, spannende Storyline, Action, gelungener Soundtrack – „Dragon Age: Origins“ entpuppte sich als wahres Rollenspiel-Meisterwerk und überzeugte auf ganzer Linie. Doch bevor es in die zweite Runde gehen soll, hat sich Bioware zunächst für ein Add-on entschieden. Mal schauen, was uns in „Dragon Age: Origins – Awakening“ alles Neues erwartet.




(Testbericht zu "Dragon Age: Origins" HIER)

 

Story

 

„Der Tod des Erzdämons bedeutete den Sieg über die Verderbnis. Aber die Dunkle Brut verschwand nicht einfach. Ein Großteil der Horde zerstreute sich in den Küstenstrichen nördlich von Denerim und zerfiel dort in verfeindete Stämme. Die Dunkle Brut suchte sich Verstecke und fiel über die Bewohner der Region her; sie stürzte ins Chaos...“

Das Ding SPRICHT!“

Na dann bringen wir es wieder zum Schweigen!“

Als neuer Kommandant der Grauen Wächter machst du dich auf den Weg nach Vigils Wacht, der Festung der Grauen Wächter. Doch dort angekommen musst du feststellen, dass die Festung von Dunkler Brut überrannt wurde und fast alle Bewohner das Leben gekostet hat. Während du die Kreaturen zurückschlägst und die Festung nach und nach wieder frei von Verderbtheit ist, stößt du auf ein sprechendes Exemplar der Dunklen Brut. Sprechende Dunkle Brut? Ja, und noch dazu organisiert und klar denkend. Auch scheint es bei den Angreifern untereinander Verfeindungen zu geben, und so findet sich mit der Zeit sogar der ein oder andere Verbündete unter ihnen.

Nachdem die Zerstörung von Vigils Wacht nun abgewendet und auch der letzte Feind erschlagen wurde, ist es an dir für den Wiederaufbau zu sorgen und die Festung gegen einen weiteren Angriff zu rüsten. Gleichzeitig machst du dich auf die Suche nach den führenden Köpfen der Dunklen Brut, während sich weitere Zugänge zu den Tiefen Wegen auftun und du einige Graue Wächter rekrutieren musst, um ihre einstige Macht wiederaufleben zu lassen und den aufmarschierenden Horden Einhalt gebieten zu können. Als wären das nicht bereits genug Aufgaben, gilt es eine drohende Verschwörung der Adeligen zu verhindern und zusätzlich einige Angelegenheiten bei Hofe zu klären. Ob bei so viel Beschäftigung noch genügend Zeit bleibt um „die Mutter“ allen Übels zu beseitigen?

 

Neuigkeiten in Sachen „Gameplay“

 

Oho! Ein Magier und Komödiant. Diese Kombination wird normalerweise nur selten alt.“

Mal abgesehen von der Storyline erwartet uns im Add-on nichts grundlegend Neues. Hier und da ein Paar neue Gegner und ein zwei neue Fertigkeiten in jeder Klasse, ansonsten bleibt das Gameplay das bekannte. Allerdings besteht die großartige Möglichkeit seinen alten Charakter aus „Dragon Age:Origins“ ins Add-on zu übernehmen und so unmittelbar dort weiterzumachen, wo das Spiel im Hauptteil aufhörte. Mit der Wahl des alten Charakters werden nicht nur das Inventar und die bislang erlernten Fähigkeiten und Attribute übernommen, sondern auch die eigene Moral und die alter Kameraden (zwar haben sich nach dem Sieg über den Erzdämon sämtliche Gruppenmitglieder in alle Richtungen zerstreut, allerdings taucht z.B. Oghren im Laufe des Spiels wieder auf, und zwar so, wie er moralisch bereits vorher dem Hauptcharakter entgegengetreten ist). Auch wirken im Vorfeld getroffene Entscheidungen nach, wie etwa die Wahl des Königs.

Doch wenngleich sich im Großen und Ganzen nichts am Spielgeschehen geändert hat, fehlt es dem Add-on doch an der gewohnten Vielfalt und Individualität, die man bislang von „Dragon Age“ kannte. So gestalten sich Dialoge ungleich einseitiger mit einer schmaleren Bandbreite an moralischen Auswahlmöglichkeiten. Auch ist diesmal nur ein einziger Einstiegspunkt gegeben, was aber wohl aufgrund der Vorgeschichte nicht anders zu regeln war.

Sehr positiv ist auf jeden Fall hervorzuheben, dass die Story erneut sehr fesselnd ist und zum Weiterspielen anspornt, ebenso wie die zahlreichen kleinen und größeren Nebenquests, wie sie auch bereits aus dem Hauptteil bekannt sind.

 

Fazit

 

„Dragon Age: Origins – Awakening“ ist grundlegend so, wie ein Add-on sein sollte: Es bietet eine Erweiterung des Hauptteils, ohne den Aufschwung für eine Fortsetzung zu nehmen und knüpft mit einer spannenden Story gekonnt an das bisherige Spielgeschehen an. Für Liebhaber von „Dragon Age: Origins“ ist dieses Add-on ein absolutes Muss, und der Kaufpreis von 39,99€ vollends gerechtfertigt.


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