Von: David Hinkel
24.08.10 00:19

Test: StarCraft II - Wings of Liberty

Endlich ist es soweit! Nach fast zwölf Jahren präsentiert uns Blizzard den Nachfolger des wohl besten Echtzeit-Strategiespiels aller Zeiten und das gleich als Trilogie. Den Anfang des Dreiteilers macht die Terraner-Kampagne „Wings of Liberty“, in der wir alten Bekannten aus dem ersten Teil begegnen.




Direkt am Anfang werden wir in eine blutige Revolution des Helden Jim Raynors gegen Diktator Arcturus Mengsk geworfen und dürfen zusammen mit alten Freunden aber auch gegen neue Feinde kämpfen. Die Zerg haben sich von ihrer Niederlage erholt und überrennen erneut einen Planeten nach dem anderen, während die Protoss auf der Spur einer alten Prophezeiung sind.


Hollywood lässt grüßen

Auf den ersten Blick ist StarCraft 2 ein konventionelles Strategiespiel, das den üblichen Abläufen folgt, doch die Präsentation ist einfach sensationell. Zwischen den Missionen befinden wir uns, nicht wie in vielen Strategiespielen üblich, nur in einem Menü, sondern in einer Basis, in der wir unsere Missionen, Einheiten und Forschungen verwalten. Hauptsächlich geschieht dies auf dem Raumschiff Hyperion. Die einzelnen Räumen wie das Arsenal, die Brücke, das Labor oder die Schiffsmesse lassen sich ähnlich wie in einem Adventure erkunden und bieten jede Menge Gimmicks aber auch für das Spiel wichtige Funktionen. Wir können uns mit Kameraden unterhalten, die beinahe alles kommentieren, Bilder bestaunen und erhalten einen netten Rahmen um die ganze Story.

 

 

Liebe zum Detail

Hinter all den kleinen Details verbirgt sich auch ein für die Kampagne wichtiger Teil. Im Arsenal können wir mit erworbenen Credits unsere Einheiten verbessern, auf der Messe Söldner anheuern oder im Labor mit Forschungs-Punkten, die wir in Missionen durch das Abschließen von Zusatzzielen erhalten, neue Technologien und Einheiten erforschen.

Auch wenn viele der Charaktere, die uns begegnen gerade zu klischeehaft wirken, sind sie fast schon brillant inszeniert. Mimik und Gestik sind auf einem so hohen Niveau, wie z.B. Mass Effect vormacht.

Zu jeder Mission gibt es ein Briefing, in der auch gerne mal der ein oder andere seine Meinung preisgibt. Zusätzlich hat man die Möglichkeit sich eine Nachrichtensendung anzusehen, die die aktuellen Geschehnisse nicht ohne lächerliche Zensur kommentiert. All diese Kleinigkeiten sorgen dafür, dass sich dem Spieler ein überzeugendes Universum präsentiert.

Zu bemängeln ist leider, dass die Soundabmischung manchmal nicht stimmt und Umgebungsgeräusche die sehr guten Sprecher übertönen. Dafür gibt es jedoch eine Vielzahl spektakulärer Render-Zwischensequenzen, in denen Blizzard ihrem Namen alle Ehre macht.


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